High Tech oder "Kei Tech"...?Ist die elektronische Sicherung von fabatec nur ein Gag? Als wir 1985 die elektronische Sicherung entwickelten, hat es vielleicht noch ein "Gag" sein sollen. Mehrere Versuche von anderen Anbietern, diese Elektronik abzukupfern oder wenigstens die Idee nachzuahmen, beweisen, dass es längst kein "Gag" mehr ist. Inzwischen sind tausende von Fabatec- Netzgeräten im Betrieb, die mit unserer Elektronik ausgerüstet sind und die unterdessen schon die dritte Verstärkergeneration überlebt haben. Wir haben aus den ersten Ausfällen gelernt und diese Erfahrungen immer sofort in die Produktion einfliessen lassen. Wir versuchten immer herauszufinden, wie und warum es zu einer Störung kam, haben teilweise Kunden besucht, um vor Ort nach dem Grund zu suchen und haben dann auch für diese Störmöglichkeit Vorkehrungen getroffen. Herausgekommen ist dabei die "elektronische Sicherung von fabatec", die kaum mehr zerstört werden kann. Die Eigenschaften der "elektronischen fabatec" sind:Unsere Messung ist zwar etwas aufwändiger als bei anderen Produkten, dafür aber entspricht sie dem Effektivwert des Belastungsstromes, misst also genau so wie eine Schmelzsicherung. Die oft praktizierte und viel billigere Mittelwertmessung wäre gefährlich, da man damit bei sinusförmiger Last den Trafo unbemerkt überlasten kann und die auch schon gefundene Spitzenwertmessung schaltet im Gleichrichterbetrieb zu früh ab. Da wir also schon den Effektivwert mit der Elektronik berechnen, können als Option zwei Messbuchsen geliefert werden, an denen eine dem Effektivwert des Belastungsstromes entsprechende Gleichspannung entnommen werden kann. (120mVDC). Die Messbuchsen können auch für die Fernabfrage verwendet werden. Die Elektronik tastet dauernd die Kurvenform des Belastungsstromes ab, entscheidet innert 4 ms, ob es sich um Einschaltstrom, Kurzschluss oder Normallast handelt und schaltet sofort ab der nächsten Halbwelle aus, wenn sie eine Unregelmässigkeit entdeckt hat. Nach einer Minute versucht sie wieder einzuschalten und geht schon nach der ersten Halbwelle wieder auf Störung, wenn der Fehler inzwischen nicht behoben wurde. Sie ist dauernd kurzschlussfest und würde tagelang jede Minute versuchen, neu einzuschalten, bis die Störung behoben ist. Der Servicemonteur darf ohne weiteres die Fernspeisung kurzschliessen, wenn er nicht unter Spannung anschliessen will. Ueberspannung ist ein gefürchteter Störefried. Ein sehr schneller Zinkvaristor "köpft" die Spitzen von Hochspannungs- Transienten, die übers Netz ankommen. Ist die Ueberspannung zu energiereich, zerstört der Varistor notfalls die Netzsicherung, um weiteren Schaden zu vermeiden. Bei geringerer Ueberspannung, die aber die Verstärker gefährden könnte, (über 230V + 10%) schaltet die Elektronik einfach ab und kommt erst wieder, wenn wieder normale Zustände herrschen. Das trägt zwar Störmeldungen ein, aber es geht wenigstens nichts kaputt dabei und sie kommt ja selber wieder, sobald das Netz wieder Normalspannung hat. Natürlich haben wir auch an ein Entstörfilter gedacht. Es verhindert Fehlschaltungen der Elektronik, lässt keine HF-Störungen bis zu den Verstärkern durch und sperrt die Kurzwellenstörungen der Thyristoren aus. Eine wichtige Kleinigkeit ist die Statusanzeige. Eine einzige LED zeigt immer an, in welchem Zustand sich das Gerät befindet: Dauerlicht: Alles OK Blinkend: Störung. Hat wegen Kurzschluss oder Ueberlast abgeschaltet. Versucht in 1 min wieder. Dunkel: Keine Netzspannung oder hat wegen Ueberspannung ausgeschaltet. Die LED ist farblos oder gelblich und wird erst unter Spannung rot. Somit kann auch im prallen Sonnenlicht klar gesehen werden, ob sie brennt oder nicht. Der Preis eines elektronischen Netzgerätes ist natürlich etwas höher als mit einer normalen Sicherung. Dafür bekommt man aber zusätzlich den Hochspannungsschutz und das Entstörfilter, die beide zusammen mit Sicherheit einen grossen Einfluss auf die Lebensdauer der Verstärker haben. Und wenn die elektronische Sicherung nur einen einzigen Servicegang vermieden hat, ist ihr Mehrpreis schon wett gemacht. Bei all der High Tech im Netz ist es oft verwunderlich, warum beim Speisegerät, das so viel teure Technik schützen könnte, "Kei Tech" angewendet wird.
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